BIESZCZADY

GEBIRGE

immer noch eine der wenigen wilden Gebieten Europas

   Carynska Polonina   Es ist noch gar nicht so lange her, daß die Polen in Augenblicken starker Erschöpfung sagen konnten: "Ich habe die Nase voll, ich fahre in die Bieszczady und suche mir ein stilles Fleckchen mitten im Wald, weit weg von der Welt" Heute hat sich alles ein bißchen verändert. Die Zivilisation dringt dort von Jahr zu Jahr stärker vor. Trotz alledem ist das Gebiet, das im Westen vom Gebirgpaß Przelecz Lupkowska und dem Fluß Solina und im Osten vom Fluß Swica eingeschlossen wird, auch heute noch der am schwächsten besiedelte Teil Polens (ca 25 Einw. pro qm) Das Bieszczady-Gebirge ist dicht bewaldet und hat fast keine Industrie. Auf den breiten sonnigen Almen zwischen den Wäldern weiden Schafe, die nur hin und wieder von einem ausgehungerten Raubtier aus der Ruhe gebracht werden. Das Bieszczady-Gebirge ist knapp 120 km lang und 90 km breit. Zu den höchsten Gipfeln gehören TARNICA (1346 m), KRZEMIEN (1335 m) und HALICZ (1333 m). Eine der schönsten  Straßen Polens, die sogenannte Bieszczady-Schleife, verläuft quer durch das ganze Gebirge. Durch den Bau einer Talsperre am San  ist bei Solina ein Stausee entstanden, an dem ein attraktives   Erholungszentrum eingerichtet  worden ist. Stausee in Solina Bergwanderungen, Yachtsport, frische Forellen selbst fangen, Pferde reiten, in einer kleiner Berghütte wohnen und am Lagerfeuer das Essen selbst zubereiten, auf den Spitzen der Bergen auf Polonina´s sich durch Meditationen mit dem All verbinden - wilde Natur erleben ... DAS SIND BIESZCZADY...   Die Flüsse sind volle Forellen, die Wälder, ein Reservat für Wisente, Bären, Luchse, Wildkatzen, Hirsche und Wölfe. Die Wälder sind reich an Heidelbeeren, Pilzen und Nüssen. Im Bieszczady Gebirge befindet sich die Wasserscheide zwischen dem Einzugsgebiet der Ostsee- und der Schwarzmeerflüsse.


Die wenigen Städte und Dörfer sind mehrere hundert Jahre alt (Lesko z.B. ist im 14.Jh entstanden).   sDie historischen, meist aus Holz gebauten griechisch-orthodoxen Kirchen  stammen überwiegend aus dem 18./19. Jh.  In Jablonki an der Schleife steht ein Denkmal zu Ehren des dort im Kampf gegen ukrainische Nationalisten (UPA) gefallenen Generals Karol Swierczewski, der als General Walter, Kommandeur der 14. Brigade und später der 35. Internationalen Division, im Spanienkrieg berühmt geworden ist.  In Lesko gibt es einen aus dem 16.Jh. stammenden jüdischen Friedhof und eine Synagoge. 9 km nordöstlich von Ustrzyki Dolne (Hauptstadt des Gebirges), liegt an der polnisch-ukrainischen Grenze der Ort Kroscienko, in dem viele griechischen Familien leben, die nach dem Bürgerkrieg 1949 nach Polen emigriert sind.